Unternehmenstheather Narrenspiegel
Fooling Weg des Narren

Fooling - Der Weg des Narren

In dieser vierteiligen Fortbildung vermitteln wir die Grundzüge des modernen Narren, im Englischen "Fool" genannt. Das Spiel des Narren zielt darauf ab, den Zuschauern den Spiegel der Erkenntnis vorzuhalten. Diese Theaterform nach F. Anderson ist für den "Spieler" oft mit einigen Stolpersteinen bestückt: Persönliche Tabuthemen, Angst vor dem Ausdruck, Angst vor dem Publikum etc. bewirken, dass der Narr sich nicht so frei durch die Themen tanzen kann, wie er das gerne möchte. In dieser Fortbildung gibt es genügend Zeit und Raum auf den Einzelnen einzugehen, die tieferen Schichten des Narren zu entdecken und mit viel Spaß unsere Ausdrucksfähigkeit und Wahrnehmung zu erweitern.


Ort und Zeit:
Samstag: 14.00 - ca. 21.00 Uhr
Sonntag: 10.00 - 16.00 Uhr
Leitung: Eugenia Maranke und/oder Dirk David
Ort: TuT, Hannover, Kornstr. 31


1 Spielfreude des Narren

Dieses Wochenende richtet sich an alle,
" die auf der "Bühne" des Lebens stehen, sei es im Beruf oder als    Performer/in,
" die Lust auf ein Augenzwinkern in beängstigenden Situationen haben,
" die spontan sein wollen und die die Frische des Augenblicks lieben,
" die ihre theatralen Künste (und die hat jede/r) stärken wollen.
Wir beschäftigen uns mit der lebendigen, unmittelbaren Darstellung vor einem Publikum, der Freude daran und der Angst davor. Mit theatralischen Mitteln wie Körpertheater, Pantomime, Rollenspiel und "Fooling" gehen wir in Kontakt mit unserem (unterstützendem) Publikum. "Fooling" (n. Franki Anderson, England) ist eine Improvisationstheaterform, in der der Spieler den Narren repräsentiert. Spielmaterial sind die eigenen inneren Anteile und der Kontakt mit dem Publikum.
Jede/r Teilnehmer/in spielt in einer kreativ unterstützenden Gruppenatmosphäre mit seinem eigenem Script. Autor ist "das Leben". Gespielt werden die ungelebten, geliebten, gelebten und ungeliebten Rollen, die im Drehbuch des Lebens stehen.
Anhand von spielerischen Aufgaben präsentieren wir uns mit und vor der Gruppe, erweitern unsere Selbstwahrnehmung, bauen Hemmungen ab und haben Spaß!
Jede/r von uns kennt Situationen, in denen er/sie das Gefühl hat, sich selbst im Weg zu stehen und nicht angemessen reagieren zu können. Dahinter verbirgt sich ein innerer Dialog, den wir uns mit theatralen Mitteln bewusst machen wollen......heraus kommt ein interessantes Theaterstück und Selbstvertrauen.
Morgens beim Aufstehen:
"Oh manno, ich will noch nicht aufstehen! Mist ich bin spät dran, jetzt aber hopp. Ich habe Hunger. Wo ist denn das blöde T-shirt? Hey-schönes Wetter draußen, perfekt zum joggen.....

Theaterstück:

Peter zerknautscht: "Oh manno, ich will noch nicht aufstehen!"
Antreiber forsch: "Du bist spät dran... jetzt aber hopp!"
Magen agressiv: "Ich hab Hunger..."
Peter verwirrt: "Wo ist denn das blöde T-shirt?"
Sportler gut gelaunt: "Hey, schönes Wetter draußen...perfekt zum Joggen..."
Narr: "Ist das eine Tragödie oder eine Komödie?"
Diesen Dialog oder ähnliche kennen wahrscheinlich viele.....Stellt Euch vor, Ihr könntet darüber schmunzeln, ein Theaterstück daraus machen oder Euch mit Euch selbst "närrisch" entspannen.


2 Der lebendige Narr:
"Was tut der Narr, wenn ihm nichts einfällt?" Er lauscht auf Körper und Bewegung. Sie bilden ein unerschöpfliches Ideenreservoir, das er jederzeit anzapfen kann, wenn er wach und gegenwärtig ist. Jede Bewegung beinhaltet eine Idee, ein Gefühl, ein Bild oder ein Motiv. Natürlich könnte er auch einfach zugeben, dass ihm "nichts einfällt". Aber das ist eine andere Geschichte. Wir lernen die vitalen Bewegungsimpulse des Körpers für das närrische Spiel bewusst zu nutzen. Das Wochenende bietet einen Einblick in den lebendigen, bewegungsorientierten Spielansatz, dessen Regeln leicht zu erlernen und umzusetzen sind. Bewegungserfahrung ist nicht erforderlich. Alle übungen können von Menschen jeden Alters und jeder körperlichen Verfassung durchgeführt werden.


3 Die Stimme und Gesänge des Narren
Die Stimme ist ein Organ, das die Natur angelegt hat, um Gefühle auszudrücken, zu kommunizieren und zu singen. Manchmal klappt das nicht so gut, weil wir Angst haben, einen "Kloß" im Hals. Auch darum geht es in diesem Seminar. In einer narrensicheren Atmosphäre sprechen und singen wir uns durch unseren "Kloß" und erreichen unsere Wurzeln. Wir beschäftigen uns mit Stimm -, Atem -, . Körperübungen, Improvisation und vor allem dem Spaß daran. Die "Stimme" des Narren mit all seinen verschiedenen "voices" und unsere natürliche Musikalität wird uns in diesem Prozess unterstützen.
Bitte eine Decke mitbringen!
"Gesang trägt mich in eine Welt, die oft wirklicher erscheint als die Realität" (Eugenia)

4 Der Narr und sein Publikum
Was früher der König für den Narren war, ist heute das Publikum.Wie hält er dem Publikum den Spiegel vor, ohne es zu verprellen (auch auf der Bühne des Lebens)? Wie sagt er die Wahrheit, ohne sein Publikum zu vertreiben? Das Narrenspiel ist eine lustvolle und heikle Gratwanderung. Mit einem Fuß über dem Abgrund fröhlich spielend tritt er stellvertretend in Fettnäpfchen, versagt und triumphiert letztlich doch mit einem Zwinkern in den Augen.

Info: E-Mail-Kontakt

Die Fortbildung beginnt im Februar jeden Jahres in Hannover
Info/Anmeldung: www.das-tut.de